Baubiologisches Sachverständigen Büro Herberg

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Produktentwicklung

 

Materialica Design & Technology Award 2011 für neuen Lehm-Verbundwerkstoff

 

Preisträger des MATERIALICA Design & Technology Award 2011 ist der Hersteller "Casa Natura" mit dem innovativen Lehmputz "Lombardia".

In Kooperation zwischen Dirk Herberg (Büro für Baubiologie und Umweltanalytik in Wesel) und Prof. Dr.-Ing. Christian Kipfelsberger (Steinbeis-Transferzentrum in Naila) entwickelte "Casa Natura" dieses zukunftsweisende Lehmprodukt, das die Auszeichnung gegen eine Vielzahl internationaler Einreichungen erhielt.

Lehmputze bestehen aus einer variablen Mischung von Sand, Schluff und Ton, zeichnen sich durch erstaunliche bautechnische Eigenschaften aus und schaffen ein wohngesundes Raumklima. Bislang konnte der raumklimatische Komfort von Lehmputzen jedoch noch nicht auf die Abschirmung elektromagnetischer Strahlen und eine hohe Wärmeleitfähigkeit ausgeweitet werden. Die Entwicklung des graphitmodifizierten Lehmputzes "Lombardia" beseitigte diese elementaren Nachteile durch Zumischung eines natürlichen Graphitmahlgutes.

"Mit graphitmodifiziertem Lehmputz wird es künftig möglich, in Neubauten und vor allem in der Altbausanierung, Räume klimatechnisch und strahlenschutztechnisch zu veredeln", erklärt Michael Bühler von "Casa Natura", der diesen Verbundwerkstoff zusammen mit dem Baubiologen Dirk Herberg entwickelt hat. "Der baubiologische Lehm-Verbundwerkstoff lässt sich sowohl als Grundputz z. B. auf Ziegelwänden als auch auf bestehende Putzflächen und Trockenbauplatten einsetzen."

Durch zunehmend per Funk übermittelte Daten existieren zwischenzeitlich in Deutschland weit mehr als eine Million Anlagen, die elektromagnetische Felder erzeugen. Die zunehmende Zahl der Menschen, die ihre Beschwerden auf Elektrosmog zurückführen, verfügen nun über effektive Schutzmöglichkeiten:
Denn die zurzeit üblichen Baustoffe, wie mineralische Putze und Baustoffe aus Ziegel oder Beton, bieten keinen bzw. nur geringen Schutz gegen elektromagnetische Strahlen. Die aus "Lombardia" hergestellten Lehmputze reduzieren bereits bei Putzschichtdicken von 4 mm die Strahlenbelastung in einem Frequenzbereich von 0 -10 GHz um 99 %. Werden aus "Lombardia" Lehmputze in der für Innenräume üblichen Standardputz-Dicke von 14 mm erstellt, lassen sich Schirmdämpfungswerte
von > 40 dB realisieren.

Nicht zuletzt zeigt der graphitmodifizierte Lehmputz "Lombardia" hervorragende Wärmeleit- und Wärmespeichereigenschaften, was bei Verwendung zum Bau von Wandheizungen und Wärmespeichern von großem Vorteil ist. Gegenüber handelsüblichen mineralischen Putzen und Standard-Lehmputzen, die eine Dichte von 1,60 g/cm³ bis 1,85 g/cm³ und eine Wärmeleitfähigkeit von 0,60 W/mK bis 0,80 W/mK aufweisen, liegt die Dichte bei "Lombardia" bei 1,27 g/cm³ und die Wärmeleitfähigkeit bei 1,08 W/mK. Diese zum Teil um 80 % höhere Wärmeleitfähigkeit der "Lombardia" Lehmputze gegenüber mineralischen Putzen führt bei Flächentemperiersystemen zu geringeren Vorlauftemperaturen (Nutzung der Solarthermie und Geothermie), weil "Lombardia" die Wärme bzw. Kälte schneller und gleichmäßiger an die Oberfläche der Wände und Decken bringt.

 

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