
• Schimmelpilzschaden
Familie N. aus NRW hat ein Einfamilien-Reihenmittelhaus (Bj. 1993) angemietet und im Jahr 2007 käuflich erworben. Im Frühjahr 2007 kam es zu asthmatischen Anfällen bei Frau N. Herr N. erkrankte im gleichen Zeitraum an Bronchitis und Reizhusten. Der Sohn litt unter Reizhusten und wurde im Herbst 2007 aufgrund einer Lungenentzündung stationär behandelt. Eine Ursache für die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurde bei keinem der Familienmitglieder gefunden.
Im Oktober 2007 wurde im Keller eine kleine Wasserlache auf dem gefliesten Boden entdeckt. Die Ursache der Lache konnte schnell ermittelt werden. In der Decke endete ein Versorgungsschacht, aus dem tropfenweise Feuchtigkeit heraustrat. Unmittelbar nach Entdeckung der Leckage wurde der Sachversicherer informiert.
Der Sachverständige konnte die Schadensursache im Badezimmer unterhalb des Estrichs ausfindig machen. Aus einem kleinen Loch in einer Kunststoffwasserleitung unterhalb des schwimmend verlegten Estrichs drang langsam aber kontinuierlich Feuchtigkeit aus. Die Feuchtigkeit verteilte sich über einen nicht bekannten Zeitraum im gesamten Badezimmer. Das benachbarte Kinderzimmer und der Treppenflur waren mit einer dampfdichten Latexfarbe gestrichen. An der Trennwand vom Kinderzimmer zum Bad stand das Kinderbett. Nach Abrücken des Bettes wurde ein flaumartiger grünlicher Bewuchs an der Wandoberfläche festgestellt.
Fam. N. war aufgrund des vorgefundenen Schadens und ihrer gesundheitlichen Situation beunruhigt und bestand auf einer Untersuchung durch einen Baubiologen. Nach einer baubiologischen Untersuchung und der eingeleiteten Sanierung stand fest: Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Familie N. korrelierten mit dem massiven Befall mit dem Schimmelpilz Penicillium sp. im Wohnhaus. Diese Schimmelpilz-Gattung konnte gleichfalls bei einer umweltmedizinischen Untersuchung bei Herrn N. nachgewiesen werden.
Durch die konsequenten Sanierungsmaßnahmen konnten die vorhandenen Sporenkonzentrationen auf ein Normalmaß reduziert werden. Die Wiederherstellung eines natürlichen Gleichgewichtes und die umfassenden umweltmedizinischen Behandlungen konnten die massiven Beschwerden der Bewohner deutlich lindern.
Die komplette Fallstudie mit Einzelheiten und Schaubildern finden Sie als PDF-Datei (ca. 1,2 MB) zum kostenlosen Download in unserem Fachartikel Schimmelpilzschaden.