Brummen und Störschall

Schall und Lärm

Schall und Lärm der bebauten Umwelt belasten den Alltag vieler Menschen zunehmend und wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus, sie können sogar zu Erkrankungen führen. Immer häufiger bilden sich in verschiedenen Bereichen so genannte Lärmgettos z.B. an der Autobahn A 40 bei Essen. Aber auch weniger massive, aber periodische Geräusche in und außerhalb der Wohnung, wie z.B. der tropfende Wasserhahn, können nervtötend sein - vor allem wenn die Lärmursache unbekannt ist. So können defekte Motoren von Kühlschränken, schlecht entkoppelte Heizungsanlagen oder Lüfter z.B. durch Lagerschäden einen unrunden Lauf bekommen. Diese verursachen dann leise aber stetige Geräusche, welche als äußerst störend wahrgenommen werden. Auch Transformatoren und andere Emittenten (Verursacher) brummen leise vor sich hin. Sensible Hörnerven nehmen diese Töne besonders in der Nachtzeit wahr, es kommt zu Schlafstörungen. Bestimmte Frequenzen und Intervalle können sogar zu psychischen Belastungen führen (Psychoakustik).

Weitere störende Schallereignisse können sich im Infraschall, bzw. im Ultraschallbereich befinden. Als Infraschall werden Schallvorgänge unterhalb des menschlichen Hörvermögens bezeichnet (z.B. Vibrationen von Motoren). Dies bedeutet aber nicht, dass diese Vorgänge außerhalb des wahrnehmbaren Bereiches liegen. Einer aktuellen Studie an der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) zufolge, beginnt die Wahrnehmungsschwelle deutlich unterhalb der bisher angenommenen 16 Hz bereits bei 8 Herz, also eine ganze Oktave tiefer. Hier sind Grundschwingungen wie z.B. Ventilator, Motor usw. anzutreffen.

Je nach Abstand zur Schallquelle können diese Wellen als Vibration wahrgenommen werden. Mit Ultraschall werden Schallvorgänge oberhalb des menschlichen Hörvermögens bezeichnet. Auch hier gibt es im Haus zahlreiche Schallquellen (z.B. Energiesparlampen).

Bei einem Termin vor Ort werden mittels Störschallanalyse die Schallquellen ermittelt. Oft können dann mit "einfachen" Maßnahmen die Lärmquellen beseitigt werden. Rohrleitungen können entkoppelt oder defekte Motoren instand gesetzt werden.

Nachhallmessung im Raum
Nachhallmessung im Raum

Brummton

In den letzten Jahren gibt es vermehrt die Problematik des Brummtons in ganz Europa. In Deutschland steigt die Zahl der Meldungen seit über 10 Jahren an. Hierbei sind städtische Gebiete ebenso betroffen wie ländliche Regionen.

Immer mehr Menschen hören und leiden unter einem tiefen Brummton, den sie in ihren Wohnungen und zum Teil auch im Freien wahrnehmen. Der als Brummen empfundene Ton tritt häufig mit Luft- und Bodenvibrationen und Erschütterungen auf. Auch hohe Pfeifftöne können das Brummen begleiten. Der Brummton ist akustisch nachweisbar und kein individuelles Hörproblem wie z.B. der Tinnitus. Dieser permanente Brummton macht krank. Es kann zu Schlafstörungen, Druck im Brustkorb, Herzrasen, Unruhe und Nervosität kommen.

Es wurden schon die unterschiedlichsten Verursacher eines Brummtons entdeckt, z.B. Heizkraftwerke, Sendemasten, Windkraftanlagen... Aber es gibt häufig Fälle in denen eine Ursache des Geräusches nicht auf den ersten Blick zu entdecken ist. Eine Messung mit modernen Messgeräten kann bei der Lokalisierung und Beseitigung der Quelle helfen.